Müllabfuhr Figueres: 1.043 Container ab 5. Oktober ersetzt
Figueres stellt am 5. Oktober auf eine neue Müllabfuhr um. Dabei werden in der Hauptstadt des Alt Empordà 1.043 Straßencontainer ausgetauscht.
Die neuen Container sind der sichtbarste Teil der Umstellung, doch der Vertrag bringt noch weitere Neuerungen. Zum ersten Mal werden Bioabfälle gesammelt, also Essensreste und andere biologisch abbaubare Küchenabfälle, außerdem gebrauchtes pflanzliches Speiseöl.
Die Stadtverwaltung stellte den neuen Dienst auf der Rambla, der Flaniermeile der Stadt, der Öffentlichkeit vor. Die Stadtregierung bemühte sich auch, die Bürger in Sachen Kosten zu beruhigen. Die Umstellung werde die Steuerzahler nicht belasten, da die Müllgebühr für 2027 eingefroren werde.
Biotonnen und Beutel für die Haushalte
In den Haushalten haben die Vorbereitungen bereits begonnen. Die Stadt hat damit begonnen, 20.000 belüftete Vorsortierbehälter für Bioabfall sowie kompostierbare Beutel zu verteilen.
Die Behälter sind dafür gedacht, Essensreste schon in der Küche zu trennen, bevor sie auf die Straße gebracht werden. Die kompostierbaren Beutel können zusammen mit dem Bioabfall entsorgt werden und müssen nicht getrennt als Plastik gesammelt werden.
Für viele Haushalte bedeutet das eine neue Gewohnheit. Bisher gab es in Figueres keine getrennte Sammlung von Bioabfall, Küchenabfälle müssen also künftig vom Restmüll getrennt werden.
Neue Fahrzeuge auf den Straßen
Die Umstellung betrifft auch die Ausrüstung, mit der der Dienst betrieben wird. Sämtliche Maschinen werden neu sein, und rund zwanzig Fahrzeuge werden in Betrieb genommen. Laut Stadtverwaltung sind sie schneller und effizienter als die bisherigen.
Mehr Abholung und sauberere Container
Auch der Umfang des Dienstes wächst. Die Sammlung wird ausgeweitet, und eine Vorsammelstufe, auf Katalanisch "prerecollida" genannt, kommt hinzu. Außerdem sollen die Container selbst häufiger gereinigt werden, ein Punkt, der bei Beschwerden über Straßencontainer immer wieder auftaucht.
Geschäfte und Gewerbegebiete
Die Betriebe werden schrittweise in das neue Modell eingebunden. Die Geschäfte in Figueres haben bereits seit Juli eine Haustürsammlung. Dabei wird der Abfall direkt bei jedem Geschäft abgeholt, statt in gemeinsamen Straßencontainern entsorgt zu werden.
Der nächste Schritt folgt im November: Dann beginnt die Gewerbemüllsammlung in den "polígons", den Gewerbegebieten am Stadtrand.
Die wichtigsten Termine
- Juli: Start der Haustürsammlung für Geschäfte
- Ende September: Beginn der Verteilung von 20.000 Biobehältern und kompostierbaren Beuteln
- 5. Oktober: Start des neuen Dienstes für Haushalte, Austausch von 1.043 Containern
- November: Beginn der Gewerbemüllsammlung in den Gewerbegebieten
- 2027: Müllgebühr eingefroren
Was das für die Region bedeutet
Für unsere Leser in Empuriabrava und Castelló d'Empúries ist die Umstellung auch dann von Bedeutung, wenn sie nicht in Figueres wohnen. Viele Menschen von der Küste arbeiten, kaufen ein oder führen ein Geschäft in der Kreishauptstadt. Wer dort Räumlichkeiten hat, vor allem in einem Gewerbegebiet, sollte sich darauf einstellen, dass sich in den kommenden Monaten die Abholung seines Abfalls ändert.
Die Umstellung ist zudem ein weiteres Zeichen für einen arbeitsreichen Herbst mit kommunalen Projekten in Figueres. Sie reiht sich ein in neue Einrichtungen wie den Parkplatz der grünen Zone in Poble Nou und die anstehenden Straßenarbeiten in der carrer Balmes. Zusammengenommen deutet das auf eine Stadtverwaltung hin, die sichtbare Verbesserungen bei den alltäglichen Dienstleistungen vorweisen will.
Die eigentliche Bewährungsprobe sind die ersten Wochen nach dem 5. Oktober. Es lohnt sich zu beobachten, wie schnell sich die Haushalte an die neue Gewohnheit gewöhnen, Bioabfall zu trennen. Wichtig wird auch sein, wie reibungslos die neuen Container und Fahrzeuge funktionieren. Der Start in den Gewerbegebieten im November ist der nächste Meilenstein. Offen bleibt außerdem, ob das für 2027 versprochene Einfrieren der Gebühr über dieses Jahr hinaus verlängert wird, sobald die vollen Kosten des neuen Dienstes feststehen.
