Port de Roses: 280 kg Müll vom Meeresgrund geholt
Bei der jährlichen Säuberung des Meeresbodens im Port de Roses sind 280 kg Müll aus dem Wasser geholt worden, wie die Gemeinde Roses mitteilt. Die Ausbeute reichte von Plastik und Fischereigerät bis zu Gegenständen, die man nur selten auf dem Meeresgrund findet, darunter eine Toilette und mehrere Stühle.
Die Aktion findet jedes Jahr statt. Sie gehört zur Umweltarbeit des Hafens und soll außerdem Hafennutzer und Anwohner für das Problem des Mülls im Meer sensibilisieren.
Wo gearbeitet wurde
In diesem Jahr konzentrierte sich die Säuberung auf die Hafeneinfahrt, also auf den Wasserabschnitt zwischen der Gegenmole des Port Esportiu (des Sporthafens) und dem Moll de Pescadors, dem Fischerkai. Dort sind regelmäßig sowohl Freizeitboote als auch die örtliche Fischereiflotte unterwegs.
Ein zweiter Bereich war der felsige Abschnitt des schützenden Wellenbrechers. Müll, den das Meer Richtung Küste treibt, sammelt sich dort gerne zwischen den Felsen, weshalb die Stelle regelmäßig bei solchen Aktionen angesteuert wird.
Was aus dem Wasser kam
Der Großteil des Mülls war von der Art, die man in Häfen regelmäßig findet. Taucher und Freiwillige holten Plastik, Glas, Reifen, Seile und Fischereiausrüstung heraus.
Es tauchten aber auch einige größere oder ungewöhnlichere Gegenstände auf. Darunter waren Zaunteile, Stühle, eine Toilette und eine Markise. Wie schon bei früheren Ausgaben der Säuberung wurden zudem zahlreiche Dosen und Glasflaschen aus dem Wasser geholt.
Wie sich die 280 kg auf die einzelnen Materialien verteilen, gaben die Organisatoren nicht an.
Teil eines umfassenderen Umweltengagements
Der Port de Roses stellt die Säuberung als Teil seines Einsatzes für den Schutz der Meeresumwelt und eine verantwortungsvolle Hafenverwaltung dar. Sie ist eine von mehreren jährlichen Maßnahmen, mit denen die natürliche Umgebung verbessert und erhalten werden soll.
Im Laufe der Jahre hat diese Arbeit dem Hafen mehrere Umweltzertifizierungen eingebracht. Dazu gehören Biosphere, ein Siegel für nachhaltigen Tourismus, die Blaue Flagge (Bandera Blava), ein internationales Umweltzeichen für Strände und Sporthäfen, EMAS, das Umweltmanagement- und Umweltbetriebsprüfungssystem der Europäischen Union, sowie CETS, die Europäische Charta für nachhaltigen Tourismus in Schutzgebieten.
Sensibilisierung
Den Müll zu entfernen, ist nur ein Ziel des Tages. Der Hafen will Bootseignern, Hafennutzern und der breiten Öffentlichkeit auch zeigen, warum Küstengebiete frei von Abfall bleiben müssen, und eine Kultur des Respekts gegenüber dem Meer fördern.
Der Port de Roses dankte allen Teilnehmern, ebenso dem Club Badia und den Unternehmen, die an dem Tag mitgewirkt haben. Er betonte außerdem, dass der Schutz der Meeresumwelt eine gemeinsame Aufgabe von Behörden, Fachleuten, Nutzern und Besuchern ist.
Die Säuberung fällt in eine Zeit, in der auf dem Wasser vor Roses bis in den Herbst hinein viel los ist. In dieser Saison ist die Stadt auch Gastgeber der Regatta Interclubs Empordà.
Unsere Einschätzung
Für unsere Leser in Empuriabrava, wo sich das Leben um Kanäle, Liegeplätze und Boote dreht, ist die Säuberung in Roses eine nützliche Erinnerung daran, was alles unter einem belebten Hafen landen kann. Die Mischung der geborgenen Gegenstände legt nahe, dass der Müll nicht aus einer einzigen Quelle stammt. Seile und Fischereigerät deuten auf Aktivitäten auf dem Wasser hin, während Stühle, Zaunteile und eine Markise eher nach Dingen aussehen, die von Land oder von Booten aus verloren gingen oder entsorgt wurden.
Bemerkenswert ist auch die Fischereiausrüstung, wenn man bedenkt, wie wichtig die Fischereiflotte für Roses ist und wie sehr der Sektor insgesamt unterstützt wird, etwa durch die Fördermittel, die in den vergangenen zehn Jahren über die GALP Costa Brava geflossen sind.
Da der Hafen angibt, dass Dosen und Flaschen bei jeder Ausgabe auftauchen, wird es interessant sein zu sehen, ob künftige Säuberungen genauere Zahlen veröffentlichen. Eine Aufschlüsselung nach Material und Vergleiche mit früheren Jahren würden zeigen, ob die Sensibilisierungsbotschaft messbar Wirkung zeigt. Auch andere Sporthäfen an der Bucht von Roses, einschließlich derer entlang der Kanäle von Empuriabrava, könnten sich an diesem Modell ein Beispiel nehmen.
