Beu-te el museu kehrt mit 13 Museen und 13 Weingütern zurück
Dreizehn Museen und dreizehn Weingüter in der Provinz Girona tun sich im Oktober für die fünfte Ausgabe von „Beu-te el museu“ zusammen. Das Programm verbindet Kulturbesuche mit Verkostungen von Weinen der DO Empordà.
Der Name ist ein katalanisches Wortspiel und bedeutet ungefähr „Trink das Museum aus“. Die Aktivitäten finden den ganzen Oktober über an den Wochenenden statt. Mehrere Museen und ein Weingut sind zum ersten Mal dabei.
Tickets und Preise
Insgesamt gibt es 380 Plätze, und der Preis bleibt wie im Vorjahr bei 22 € pro Person. Jede Aktivität ist auf 20 bis 30 Teilnehmer begrenzt.
Der Vorverkauf hat am 16. September über die Online-Ticketplattform des Tourismusverbands Costa Brava Girona begonnen.
Wer dahintersteckt
Veranstalter ist das Patronat de Turisme Costa Brava Girona, der Tourismusverband der Diputació de Girona (des Provinzrats). Organisiert wird das Programm über zwei Marketingclubs des Verbands. Der eine widmet sich Kultur und Identität. Der andere ist die Ruta del Vi DO Empordà, die Weinroute, in der sich die Erzeuger der Herkunftsbezeichnung Empordà zusammengeschlossen haben. Die DO ist das offizielle Siegel, das bescheinigt, woher ein Wein stammt und wie er hergestellt wird.
Ziel ist es, die Museen der Region und ihren Weintourismus gemeinsam zu fördern. Im Mittelpunkt stehen dabei Besucher aus der Umgebung und nicht internationale Urlauber. Die Veranstalter möchten, dass Kulturliebhaber Weingüter entdecken und Weinliebhaber Museen. Die Besuche finden bewusst außerhalb der Hauptsaison statt, damit sich die Besucherzahlen gleichmäßiger über das Jahr verteilen.
Drei neue Museen
Drei Kultureinrichtungen sind zum ersten Mal dabei: das Espai Carmen Thyssen, das Museu del Joguet de Catalunya (das katalanische Spielzeugmuseum) und das Castell de Sant Ferran.
Hinzu kommen zehn Häuser, die schon früher teilgenommen haben:
- Museu de la Pesca
- Castell Gala – Salvador Dalí
- Museu d'Arqueologia de Catalunya in Ullastret
- Museu d'Arqueologia de Catalunya in Girona
- Terracotta Museu de Ceràmica
- Canònica de Vilabertran
- Ecomuseu Farinera
- Museu de la Mediterrània
- Museu d'Art de Girona
- Museu del Suro
Die Weingüter
Auf der Weinseite ist der Celler Cooperatiu d'Espolla neu dabei. Die zwölf Weingüter, die erneut teilnehmen, sind Celler Perelada, Celler Mas Vida, Vinyes d'Olivardots, Mas Llunes, La Vinyeta, Celler Martí Fabra, Vinyes dels Aspres, Celler Oliveda, Clos d'Agon, Celler Brugarol, Empordàlia und Terra Remota.
Die Zahlen vom Vorjahr
An der vierten Ausgabe nahmen 290 Personen teil. Die fünfzehn Aktivitäten waren insgesamt zu 72 % ausgelastet.
Nach Angaben des Tourismusverbands hat sich die Initiative inzwischen fest im Veranstaltungskalender von Girona etabliert. Sie ist eine von mehreren Kampagnen, mit denen der Verband im Laufe des Jahres die Saison verlängern, die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Bereichen der Tourismusbranche fördern und das einheimische Publikum an die Weingüter der Weinroute DO Empordà sowie an Kulturstätten an der Costa Brava und in den Pyrenäen von Girona heranführen will.
Unsere Einschätzung
Für die Bewohner von Empuriabrava und des gesamten Alt Empordà ist das eine günstige Gelegenheit, bekannte Orte mit anderen Augen zu sehen. Für 22 € inklusive Verkostung und in kleinen Gruppen passt das Format gut zu Einheimischen und Zweitwohnungsbesitzern, die nach dem Sommertrubel noch bleiben.
Die Zahlen deuten eher auf stetiges Wachstum als auf einen Boom hin. Im vergangenen Jahr nahmen 290 Personen teil, und nicht alle Plätze waren belegt. Die 380 Plätze in diesem Jahr sind daher ein ehrgeiziger Schritt. Ob die neuen Museen die Auslastung über die 72 % des Vorjahres heben können, ist die Zahl, auf die man achten sollte.
Das Programm passt außerdem zu einer allgemeineren Entwicklung in der Region. Wein wird immer häufiger genutzt, um Besucher auch außerhalb der Sommermonate anzulocken, worauf auch das Wachstum der Weinmesse des Empordà in Figueres hindeutet. Bemerkenswert ist auch, dass das Castell de Sant Ferran dazukommt, nachdem die Festung zuletzt besser erreichbar gemacht werden sollte, etwa mit dem Shuttlebus zur Burg. Ob der Kulturtourismus im Herbst zu einer dauerhaften Besucherquelle werden kann und nicht nur eine Nische bleibt, muss sich noch zeigen.
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