Schwimmbad Figueres: 720.279 Euro Sanierung, zwei Wochen zu
Die Stadt Figueres lässt ihre städtische Schwimmbadanlage von Grund auf sanieren. Insgesamt werden 720.279 Euro investiert, verteilt auf diesen Herbst und das Jahr 2027.
Das Projekt umfasst das Hallenbad und das Freibad. Vorgesehen sind neue Fenster, ein neuer Anstrich innen und außen, eine neue Wasserfilteranlage mit UV-Behandlung, eine bessere Klimatisierung und die Erneuerung eines Teils der Umkleiden.
Unterstützt werden die Arbeiten von der Generalitat de Catalunya, der katalanischen Regionalregierung.
Zwei Wochen geschlossen ab 26. Oktober
Das Becken wird vom 26. Oktober bis zum 8. November geleert und bleibt in dieser Zeit für die Öffentlichkeit geschlossen.
Diese 15-tägige Schließung ersetzt die Wartungspause, die normalerweise über Weihnachten stattfindet. Die Weihnachtsschließung entfällt in diesem Jahr, das Bad soll daher über die Feiertage geöffnet bleiben.
So laufen die Arbeiten ab
Das Projekt ist in zwei Abschnitte aufgeteilt.
Von Mitte Oktober bis Ende November tauschen die beauftragten Firmen die Fenster und die Wasserfilter aus und erledigen die Malerarbeiten.
2027 steht dann die Klimatisierung im Mittelpunkt, also Luft und Feuchtigkeit in der Schwimmhalle. Außerdem wird im kommenden Jahr die Damenumkleide erneuert.
Wer zahlt
Die Generalitat übernimmt 454.717 Euro, also 63 Prozent der Kosten. Das Geld stammt aus ihrem Pla de Xoc, einem Sofortprogramm zur Verbesserung von Sportanlagen in ganz Katalonien.
Die Stadt Figueres trägt die übrigen 265.562 Euro, also 37 Prozent.
Auch die Diputació de Girona, die Provinzverwaltung, hat einen Zuschuss von 10.000 Euro bewilligt. Er stammt aus ihrem Förderprogramm für die Modernisierung von Sportanlagen und ist für die neuen Fenster und Wasserfilter bestimmt.
Erste neue Fenster seit 1984
Die Anlage wurde 1984 gebaut. Zum ersten Mal werden nun sämtliche Fenster ausgetauscht.
Rund um das Becken gibt es 21 große Fenster, viele davon in schlechtem Zustand. Bei einigen sind die äußeren Scheiben zerbrochen. Andere lassen sich wegen der Feuchtigkeit und ihres Alters nicht mehr öffnen oder schließen.
Das vorhandene Glas ist zudem kein Verbundglas, was nach Angaben der Stadt ein Risiko für die Badegäste darstellt, falls es bricht.
Die neuen Fenster erhalten Aluminiumrahmen und feststehendes Glas sowie einen Hebelmechanismus zum Öffnen und Schließen.
Wände, Türen und Leitungen
Auch die Innen- und Außenwände werden aufgefrischt. An vielen Stellen ist die Farbe abgeblättert, in einigen Bereichen ist sogar der Zementputz selbst gerissen und hat sich gelöst.
Die Wände werden ausgebessert und neu gestrichen, verrostete Türen werden behandelt und lackiert.
Erneuert werden außerdem Leitungen und technische Ausstattung. Dazu gehören die Notbeleuchtung, die Steckdosen, die Lautsprecheranlage und das WLAN.
Bessere Wasserqualität
Die Wasseraufbereitung war eines der größten ungelösten Probleme der Anlage.
Das derzeitige System ist veraltet und muss vom Personal ständig vor Ort kontrolliert werden. Die neuen Filter und eine zusätzliche UV-Anlage sollen die Qualität des gefilterten Wassers verbessern.
Außerdem lassen sich damit die wichtigsten Wasserwerte besser überwachen: freies Chlor, pH-Wert, Redoxpotenzial und Temperatur. Das Personal kann diese Werte so leichter einstellen.
Die Verbesserungen gelten sowohl für die Hallenbecken als auch für das Freibad.
Neuer Entfeuchter 2027
Im kommenden Jahr ersetzt die Stadt den Entfeuchter des Bades. Dabei handelt es sich um das Klimagerät, das überschüssige Feuchtigkeit in der Luft eines geschlossenen Raums reduziert und reguliert, was in einer Schwimmhalle eine große Rolle spielt.
Im Haushalt 2027 sind zudem Mittel für die Erneuerung eines Teils der Umkleiden vorgesehen.
Was das bedeutet
Für Schwimmerinnen und Schwimmer in Figueres und im umliegenden Alt Empordà, auch für alle, die aus Castelló d'Empúries und Empuriabrava hinfahren, halten sich die kurzfristigen Folgen in Grenzen. Ende Oktober und Anfang November gibt es eine Lücke von zwei Wochen. Im Gegenzug soll das Bad über Weihnachten geöffnet bleiben, wenn viele Familien mehr Freizeit haben.
Die Einzelheiten deuten darauf hin, dass die Sanierung überfällig ist und nicht nur der Optik dient. Zerbrochenes Glas ohne Verbundsicherheit, abbröckelnder Putz und eine Wasseranlage, die ständig von Hand kontrolliert werden muss, zeigen ein Gebäude, das nach vier Jahrzehnten intensiver Nutzung in die Jahre gekommen ist. Sicherere Verglasung und eine zuverlässigere Wasserkontrolle dürften für Stammgäste einen spürbaren Unterschied machen.
Bemerkenswert ist auch das Finanzierungsmodell. Der Großteil des Geldes kommt aus dem Pla de Xoc der Generalitat für Sportanlagen, die Stadt zahlt gut ein Drittel. Das passt dazu, dass Figueres auch an anderen Stellen auf seine Finanzen achtet, etwa mit der Entscheidung, die Müllgebühr für 2027 einzufrieren. Die Unterstützung aus der Region scheint größere Instandhaltungsprojekte möglich zu machen, ohne die gesamten Kosten den kommunalen Haushalten aufzubürden.
Die Arbeiten am Schwimmbad sind eines von mehreren städtischen Projekten, die derzeit in der Stadt laufen, neben den Straßenarbeiten in Els Pins, die ebenfalls am 26. Oktober beginnen.
Es lohnt sich zu verfolgen, ob der erste Abschnitt wie geplant bis Ende November abgeschlossen wird und ob die Phase 2027 wie vorgesehen umgesetzt wird. Der Entfeuchter und die Arbeiten an den Umkleiden fallen vielleicht weniger ins Auge, doch die Badegäste werden sie wahrscheinlich jeden Tag bemerken. Leserinnen und Leser können auch im Blick behalten, ob andere Gemeinden in der Gegend dieselben Mittel aus dem Pla de Xoc für ihre eigenen in die Jahre gekommenen Sportanlagen abrufen.
